Tilia, Altstetten

Herzog & de Meuron Basel Ltd.
Fertigstellung 2025

Der Neubau interpretiert das Zentrum von Altstetten neu und verbindet städtebauliche Dichte mit Offenheit, Durchgrünung und einer kleinteiligen, urbanen Struktur.


Referenzobjekt Tilia 2
Referenzobjekt Tilia 1

Entlang einer der grossen Hauptachsen Zürichs, der Badenerstrasse, ersetzten im Laufe der Zeit Wohnhochhäuser und Blockrandbebauungen die ehemals offenen Bebauungsformen. Trotz Verdichtung konnte sich jedoch die ursprüngliche Charakteristik mit ihrer hohen Durchgrünungsrate erhalten. Hier setzt das Projekt Tilia von Herzog & de Meuron, das sich im Herzen von Altstetten befindet, an. Das Ensemble versucht durch ein dichtes und zugleich offenes, kleinteiliges Häuserensemble eine dem Ort angemessene Urbanität zu erreichen.

Referenzobjekt Tilia 3
Referenzobjekt Tilia 4
Referenzobjekt Tilia 5

Grosse und kleine Häuser stehen nahe beieinander und ermöglichen Ein- und Ausblicke aus dem Areal in alle angrenzenden Strassenräume. Entlang der Badenerstrasse ist im Erdgeschoss eine öffentlich orientierte Nutzung vorgesehen. Sie umfasst Gewerbe-, Verkaufs- und Gastronomieflächen und knüpft an das lebendige Zentrum von Altstetten an. In den Obergeschossen befinden sich 72 unterschiedlich gestaltete 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen.

Für den Fassadenabschluss entschieden sich die Architektinnen und Architekten von Herzog & de Meuron für einen hellen mineralischen Kratzputz. Anstelle eines additiven Wärmedämmverbundsystems wurde ein monolithischer Wandaufbau gewählt. Der haptisch auffällige Putz wurde direkt auf das Einsteinmauerwerk Porotherm aufgebracht. Ausschlaggebend für diese Wahl war insbesondere die hohe Dauerhaftigkeit der Ausführung, da Porothermfassaden über lange Zeit nahezu unterhaltsfrei bleiben. Die einschalige Konstruktion übernimmt tragende, schützende sowie wärmedämmende Funktionen und trägt zu einem ausgeglichenen und behaglichen Raumklima bei.

Projektdetails

Fertigstellung
2025
Architektur
Herzog & de Meuron Basel Ltd.
Bauherrschaft
SENN
Statik
Schnetzer Puskas Ingenieure AG
Fotografie
Robert Hösl
Projektart
Neubau
Nutzung
Wohnbauten